Rechtsanwälte für Ausländisches Recht

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Unter ausländischem Recht wird gemeinhin dasjenige Recht verstanden, welches als nichtdeutsches Recht entweder durch Rechtsnormen oder auch die nichtdeutsche Rechtsprechung eine Verbindlichkeit erlangt hat. Unterschieden wird zumeist zwischen ausländischem öffentlichen Recht, ausländischem Strafrecht und ausländischem Privatrecht.

Problematisch hinsichtlich der Bestimmung des einschlägigen Rechts sind oft Fälle, in welchen ein zwischenstaatlicher Bezug auftritt oder in welchen ein Vertrag mehrere Rechtssysteme betrifft, nicht nur dasjenige eines Staates. Welches Erbrecht ist etwa anzuwenden, wenn ein ehemals deutscher Staatsangehöriger, welcher im Ausland lebt, eine Immobilie erbt oder wenn ein Vertrag zwischen Parteien geschlossen wird, welche in verschiedenen Staaten Ihren Wohn- oder Firmensitz haben oder wenn eine privatrechtliche Leistungserbringung im Ausland erfolgen soll.

Im Privatrecht werden solche internationale Sachverhalte durch nationale Regelungen wie dem so genannten Internationalen Privatrecht (IPR) mitgeregelt oder auch durch multinationale völkerrechtliche Verträge, wie das UN-Kaufrecht, welches als Regelung zur Schaffung einer einheitlichen Rechtsgrundlage für Kaufverträge im internationalen Warenverkehr dienen soll und für die in den UN-Kaufrechtsstatuten genannten Fällen Geltung erlangen kann.

Im Strafrecht etwa sind Fälle denkbar, in jenen ein deutscher Staatsangehöriger sich nach ausländischem Recht, etwa bei Begehung einer Straftat im Ausland, strafbar machen kann. Es kann aber auch das deutsche Strafrecht nach dem deutschen Strafgesetzbuch für Taten im Ausland Geltung erlangen.

Anwaltszwang:
Nein

Stand:
17.08.2011